KIrchen, Kathedralen und Kapellen der Algarve

Die schönsten Sakralbauten - Kathedralen, Kirchen und Kapellen an der Algarve im Süden Portugals

Portugal – und die Algarve ist ein Land der Kirchen; alleine in Tavira gibt es über 30 davon, die meisten allerdings heute außer Dienst. Bereits mit der Einführung des Christentums als Staatsreligion des Römischen Imperiums wurde auch die römische Provinz Lusitania christlich. Bis zum heutigen Tage bekennt sich eine überwältigende Mehrheit der Portugiesen sich zur Römisch-Katholischen Kirche. Daneben gab es ab ca. dem 1. Jahrhundert bis zur Vertreibung der Juden aus Portugal Ende des 15. Jahrhunderts eine große jüdische Gemeinde von deren sakralem Leben es bis auf den jüdischen Friedhof in Faro so gut wie keine Spuren gibt. Das verheerende Erdbeben von 1755 hat auch vor den Sakralbauten des frommen Portugals nicht Halt gemacht – oft widerstanden an der Algarve nur die stabilsten Elemente wie Portale und Kirchentürme der zerstörenden Kraft. Deshalb ist an den meisten alten Kirchen eine Mischung der Baustile der Spätromanik, der Gotik bzw. Manuelinik und des Barocks des ausgehenden 18. Jahrhunderts zu beobachten. Aus der 500 Jahre währenden Zeit der maurischen Herrschaft über weite Teile der Iberischen Halbinsel gibt es so gut wie keine sakralen Monumente – die Vertreibung bzw. Zwangschristianisierung der islamischen Bevölkerung in Rahmen der Reconquista ging einher mit dem Zerstören der Moscheen, auf deren Fundamenten häufig eine Kirche oder Kathedrale als sichtbares Zeichen des Sieges des „wahren Glaubens“ errichtet wurde. Eine Ausnahme ist der alleinstehende Kirchturm der Pfarrkirche von Loulé „Igreja Matriz de São Clemente“, der zur Zeit der Mauren als Minarett diente und im 16. Jahrhundert umfunktioniert wurde.
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